Ein Geschehnis auf der Wilhelmshöhe

Ein Geschehnis, was sich auf der Wilhelmshöhe (Crumbirken) vor ca. 250 Jahren zugetragen hat.

Wenn man die heutige L564 Autobahnzubringer betrachtet, kann man sich nicht vorstellen um was für Schwierigkeiten es sich damals handelte auf die „ Crombirke“ zu kommen. Henricius Stangier und Johannes Brücher aus Siegen berichten von einer Fahrt von Siegen nach Köln mit einem „ kurpfälzischen Postwagen“

Sie wurden am 18. Februar 1766 von dem „kurpfälzischen „ Posthalter Koch in Weyerseifen vernommen. Es wurde zur Anzeige gebracht , dass eines seiner besten Postpferde ein Bein gebrochen habe wegen schlimmen weges halber zwischen Lindenberg und Freudenberg bey der Crummen Birken genandt,ein Bein zwischen den Gleißen zerbrochen hatte. Henricius Stangier und Johannes Brücher gaben dazu an,dass sie beide die Abfahrt-zeit des Postwagens in Siegen verpasst hatten. Deshalb hatten sie sich zu Fuß auf den Weg gemacht. In Seel-bach hatten sie den Postwagen eingeholt und wären damit bis Lindenberg gefahren. Hier wären sie wegen derKälte ausgestiegen , gingen vorm Wagen her und rauchten eine Pfeife Tabak. In Freudenberg kehrten sie bei Johann-Jakob Dannenberg ein und tranken bei selbigen 2oder 3 Gläser Brandewein. Da der Postwagen nicht nachkam wanderten sie schließlich zu Fuß weiter bis Weyerseifen .Der Weg sei nicht vom Besten gemacht gewesen . Man kam also damals manchmal besser und schneller zu Fuß ans Ziel.

Bericht von Gustav Mosel ehemaliger Postrat entnommen aus seiner Arbeit „ Das Siegerland und seine Kunst-Straßen vom Ende des 18.Jahrhunderts.“

Friedhelm Röcher


zur Seite Lindenberger Geschichte(n)
zur Seite über Lindenberg