„De Schwarzschlachdung“, ein Beitrag von Gerhard Bender (genannt Geidi)

De Schwarzschlachdung

 

Ed‘r arme Zitt noam Kreech, wo jeder Honger hatte,

Fleisch un Wurscht goawed nur ob Läwensmiddelkarde.

Du hatte det Schwarzschlachde Hochsaisong, e jeder sorjde s‘r für en
gore Broare orrer e got Schdögge Wurscht ob de Dong.

E der Zitt hatte och Piertern noach en Hibbe em Schdaal,
die soll hälich ob Sidde, wie wor egal. Beschloasse wur:
Geschlachdet würrd se, wenn et sinn moss, onne
em Käller, de Hauptsache, ät kömmt Fleisch un Wurscht ob
de Däller.

Geschlachdet wur nur oawends, orer e d’r Nacht, wenn
et düsder woar. De Fesdern mossde all zo un noch

e Fürhoang doavor. De Noachbern durfde nigs wesse un
durfde nigs seh, denn koam sowat russ, konn et sinn, m’r
mossde e det Zochthuss re.

Bie Piertern doa woret geroare, de Hibbe wor
geschlachdet un wur scho em Dejjel gebroare. Det Fäll
wor ob Sidde, et wur e de Mesde verscharrd un keer
hadde betkreje, dat Piertern en nächtliche
Schwarzschlachtung gehatt.

Bis ob d’n Juesde Hond, dä haddet worl geroache:
e Piertern Mesde es irjendwatt voa n´r Hibbe
verschdoache. Hä züt un zerrt oa wat wissem röm.
Hä wur goanz ifferich un schnell. Ät durde net loang, du
leefe em Dorf röm, e d’r Schnudde det goanze Hibbefäll.

Dat hatte nadürlich d’r Häbas Obba direkt geseh un
marschiert gemessenen Schreddes noa Piertern re.
Irschd schwadde hä noch e besje öm de heiße Brej dröm
röm, du drähre sich noam Emma öm.
Berrem verschmetzde Lächeln em Gesechde säre: ,Bevor ejet
vergässe, ech glöwe, Emma, d´r Juesde Hond hät
Öij Hibbe gefrässe!“

 

Ein Beitrag von Gerhard Bender (genannt Geidi)

aus dem Archiv von Friedhelm Röcher

 

 

Ein Fahrradrennen mit pietätlosen Ausgang

Ein Fahrradrennen mit pietätlosen Ausgang

Wenn ich im Jahr 2012,  50 Jahre zurückschaue, werde ich an die Schulentlassung im Frühjahr 1962 erinnert. Gemeinsam haben wir uns mit den Einschulungsjahrgängen 1953 bis 1955 an die gemeinsame Schulzeit und Kindheit bei einem Klassentreffen erinnert.

Ein Erlebnis wurde noch einmal aus der Erinnerung hervor geholt und das möchte ich auch veröffentlichen. Man könnte dieser Geschichte die Überschrift geben, ein Fahrradrennen mit einem pietätlosen Ausgang. weiter lesen

Friedhelm Röcher 

An einem Heiligabend im 18.Jahrhundert

Hier noch eine Geschichte, die in diese Weihnachtszeit passt. Es handelt sich um Begebenheiten, die mit der Brüderstrasse in Verbindung zu bringen sind.

Im 18.Jahrhundet wurden 3 Kinder von Durchreisenden in Lindenberg geboren. 1735 erblickte in Lindenberg JohannNiklas Fundhammer das Licht der Welt.

Seine Eltern sind Elias und AnnaCatharina Fundhammer aus Cölbe bei Marburg. Näheres wird nicht berichtet.

Der damalige Pfarrer Gotmar Thiemann der ev. Kirchengemeinde schrieb 1977 im Gemeindebrief Folgendes:  Eine Durchreisende die auf der Brüderstrasse unterwegs war, gebar ein Kind im Hause Ernsdorf auf der Höhe.

Es war abends am Heiligabend. Kurze Zeit später bringt sie ein kleines Mädchen zur Welt.

Und dann erzählt sie ihre Geschichte.  weiter lesen

Friedhelm Röcher

 

Verkehrsprobleme in der “Gerlies Stroose“

Verkehrsprobleme in der “Gerlies Stroose“ heute Rosenweg Anno 1867

Gerlies war der abgewandelte Vorname von Gerlach. Um 1801 taucht der Name Gerlach Weber gebürtig aus Niederfischbach als Hausbesitzer von der alten Hausnummer 1 auf.

Eine Tochter heiratete den Johannes Börner aus Büschen. Das Ehepaar baute nun ein Wohnhaus an mit der Hausnummer 17.  Der Hausname Gerlies wurde mitgenommen.

Friedhelm Röcher

Aber nun zu der eigentlichen Geschichte…… weiter lesen

„Der Pfuhl“

Ich habe hier ein Gedicht von Richard Jung. Er ist aufgewachsen in dem Haus von Gertrud Jung. Er war ein Schwager von Gertrud und ist in jungen Jahren ins Bergische gezogen. Von Zeit zu Zeit besuchte er aber immer wieder Lindenberg.

Der Pfuhl wo er von berichtet war hinter dem heutigen Steinmetzbetrieb. Ewald war mein Vater und Walter mein Onkel.

Friedhelm Röcher … weiter lesen

Ein Geschehnis auf der Wilhelmshöhe!

Ein Geschehnis was sich auf der Wilhelmshöhe (Crumbirken) vor ca. 250 Jahren zugetragen hat.

Wenn man die heutige L564 Autobahnzubringer betrachtet, kann man sich nicht vorstellen um was für Schwierigkeiten es sich damals handelte auf die „ Crombirke“ zu kommen. Henricius Stangier und Johannes Brücher aus Siegen berichten von einer Fahrt von Siegen nach Köln mit einem „ kurpfälzischen Postwagen“ …… weiter lesen

Friedhelm Röcher