Erinnerungen von Klapperts Richard ( Richard Jung )

Gestern ging ich wie manchen Sonntag spazieren noch am Nachmittag. Dort den Waldesrand ging ich entlang und setzte mich auf die grüne Bank. Oft bleibe ich hier längere Zeit und träume von der Vergangenheit. Als ich ging von zu Hause fort, war Lindenberg noch ein kleiner Ort. Am Backhaus vorbei und der Eich führt ein Weg im Dorf entlang am Teich. Oft bleiben manchmal Leute stehn, und die Fische im Dorfteich zu sehn.

Mein Grosselternhaus steht gleich in der Nähe, und dorthin gehe ich heute noch gerne. Meine Cousine, die Hilda, macht gern guten Mokka und erzählen uns von den längst vergangenen Zeiten. ….. weiter lesen

Friedhelm Röcher

Verstecken die Lindenberger Ostereier oder….

Man sah Menschen mit Warnwesten an den Lindenberger Straßen, die sich ständig bückten. Verstecken die etwa Ostereier am Straßenrand?

Nein, sie holen die Aktion „Saubere Flur“ nach.

Diese Dorfreinigungsaktion war am 02.04.20022 leider ausgefallen, denn Frau Holle hatte den ganzen „Unrat“ am Straßenrand mit einer sauberen Decke aus Schnee zugedeckt und somit unsichtbar gemacht.

Aber am Karsamstag, den 16.04.2022 war es endlich soweit und die Helfer konnten den Müll aus der Vergangenheit aufsammeln.

Neben dem üblichen Müll waren auch „Corona Abfälle“ zu finden, so z. B. etliche Masken und sogar ein Corona-Selbsttest, der einfach in unsere Natur geworfen wurde.

Der Selbsttest war übrigens negativ und der Nutzer hatte kein Corona, aber den Müll einfach in die Umwelt zu entsorgen, könnte man trotzdem als „krank“ bezeichnen.

De Obklärung bim Zejjebock

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist q_Dorfmittelpunkt-400x400.jpg» Plattgeschwatt“ in Lindenberger Platt

De Obklärung bim Zejjebock

E de 1950er Johrn woret e gonz normales Beld, dat einem scho mol einer met ner Koh orer Zejj och Hippe genannt begähnte. Mer wor onnerwejes nom Bolles orer nom Zejjebock. Mir genge met oser Zejj nom Böhl ech mein no Stockhammers durch de Wald,
dat wor ne relativ einfache Sache. Awer die Bockstation wur obgegewe, un nu moßte mer nom Böschergrond. Dat wor etwas komplizierter on och wierer.

Ech als Jong vo vielleicht 8 Johr grej die Problematik met. Et wur geschwatt dat die Dierer nom Besoch bim Bock nemmer recht laufe wolle. Dolle Geschechter wurne verzahlt wie et dem Eine orer dem Annern noher ergonge es, dat die Dierer einfach stoh blewe on net vo der Stell ze beweje worne, wie e störrischer Ersel…. weiter lesen 

Eine Begebenheit aus der Kindheit von Friedhelm Röcher

 

Stromversorgung in Lindenberg

Das Bild des des Ortes hat sich verändert.

Kommst du von der Wilhelmshöh oder von Siegen
an den Ort Lindenberg heran, so siehst du, wie die Masten der Hochspannungsleitung Zeugnis davon ablegen, das Lindenberg nicht entlegen genug ist, um auch elektrisch Licht zu haben.

Reichlich spät, doch immer noch früh genug. Es hat zwar manches Hin- und Herredens bedurft, ehe man sich an die Ausführung dieses Planes heran wagte.

Endlich brachte dann das Jahr 1924 dem Ort die Verwirklichung dieses Planes.  weiter lesen

Aus dem Archiv von Herbert Horchler und Friedhelm Röcher

 

Die Wasserversorgung in Lindenberg

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist q_Dorfmittelpunkt-400x400.jpg

Was heute als selbstverständlich wahrgenommen wird, war vor ca. 100 Jahren in den kühnsten Träumen nicht möglich .Die meisten Häuser hatten einen sogenannten „ Pötz“.( Brunnen) Aber bei längerer Trockenheit konnte der Bedarf nicht gedeckt werden.

Die Siegener Zeitung schreibt am 9.Februar 1928 folgendes. Wie so viele Orte des Kreises leidet auch die Gemeinde Lindenberg unter Mangel an gutem Trinkwasser. Bei vielen Häusern fehlt ein Brunnen gänzlich einige andere haben nur zur Regenzeit Wasser. Das Wasser aus manchen Brunnen ist nicht einwandfrei und gesundheitsschädlich. Um diesem Übelstand abzuhelfen, hatten sich diese Tage die Bürger der Gemeinde auf Einladung des Gemeindevorstehers in der Schule versammelt um über die Anlage einer Quellwasserleitung zu beraten. Zur weiteren Bearbeitung der Angelegenheit wurden 3 Personen von der Versammlung bestimmt. Von diesen wurde eine geeignete Quelle gesucht, ein Übersichtsplan angefertigt und ein Kostenüberschlag aufgestellt. Auf Montag des 6.des Monats abends 8 Uhr war wieder eine Bürgerversammlung seitens des Gemeindevorstehers einberufen worden, um die Wasserleitungsangelegenheit weiter zu beraten. Die Verhandlung wurde von einem Manne dermaßen gestört, dass sie abgebrochen werden mussten und ergebnislos verliefen. Es wäre im Interesse der Allgemeinheit zu bedauern, wenn durch diesen Zwischenfall der gute Zweck nicht erreicht würde. Bei allem Hin und Hergerede ist man zu keinem Ergebnis gekommen.

In einem Brief an die Siegener Zeitung im Jahre 1928 von einem anonymen Absender beschreibt ein Leser die Wasserverhältnisse in Lindenberg….. weiter lesen

Quelle: nach Recherchen von Herbert Horchler

Überarbeitet von Friedhelm Röcher

„De Schwarzschlachdung“, ein Beitrag von Gerhard Bender (genannt Geidi)

De Schwarzschlachdung

Ed‘r arme Zitt noam Kreech, wo jeder Honger hatte,

Fleisch un Wurscht goawed nur ob Läwensmiddelkarde

Du hatte det Schwarzschlachde Hochsaisong, e jeder sorjde s‘r für en
gore Broare orrer e got Schdögge Wurscht ob de Dong.

E der Zitt hatte och Piertern noach en Hibbe em Schdaal, die soll hälich ob Sidde, wie wor egal. Beschloasse wur: Geschlachdet würrd se, wenn et sinn moss, onne em Käller, de Hauptsache, ät kömmt Fleisch un Wurscht ob de Däller… . weiter lesen

Friedhelm Röcher

Ein Fahrradrennen mit pietätlosen Ausgang

Ein Fahrradrennen mit pietätlosen Ausgang

Wenn ich im Jahr 2012,  50 Jahre zurückschaue, werde ich an die Schulentlassung im Frühjahr 1962 erinnert. Gemeinsam haben wir uns mit den Einschulungsjahrgängen 1953 bis 1955 an die gemeinsame Schulzeit und Kindheit bei einem Klassentreffen erinnert.

Ein Erlebnis wurde noch einmal aus der Erinnerung hervor geholt und das möchte ich auch veröffentlichen. Man könnte dieser Geschichte die Überschrift geben, ein Fahrradrennen mit einem pietätlosen Ausgang…. weiter lesen

Friedhelm Röcher 

An einem Heiligabend im 18.Jahrhundert

Hier noch eine Geschichte, die in diese Weihnachtszeit passt. Es handelt sich um Begebenheiten, die mit der Brüderstrasse in Verbindung zu bringen sind.

Im 18.Jahrhundet wurden 3 Kinder von Durchreisenden in Lindenberg geboren. 1735 erblickte in Lindenberg JohannNiklas Fundhammer das Licht der Welt.

Seine Eltern sind Elias und AnnaCatharina Fundhammer aus Cölbe bei Marburg. Näheres wird nicht berichtet.

Der damalige Pfarrer Gotmar Thiemann der ev. Kirchengemeinde schrieb 1977 im Gemeindebrief Folgendes:  Eine Durchreisende die auf der Brüderstrasse unterwegs war, gebar ein Kind im Hause Ernsdorf auf der Höhe.

Es war abends am Heiligabend. Kurze Zeit später bringt sie ein kleines Mädchen zur Welt.

Und dann erzählt sie ihre Geschichte.  weiter lesen

Friedhelm Röcher

 

Verkehrsprobleme in der “Gerlies Stroose“

Verkehrsprobleme in der “Gerlies Stroose“ heute Rosenweg Anno 1867

Gerlies war der abgewandelte Vorname von Gerlach. Um 1801 taucht der Name Gerlach Weber gebürtig aus Niederfischbach als Hausbesitzer von der alten Hausnummer 1 auf.

Eine Tochter heiratete den Johannes Börner aus Büschen. Das Ehepaar baute nun ein Wohnhaus an mit der Hausnummer 17.  Der Hausname Gerlies wurde mitgenommen.

Friedhelm Röcher

Aber nun zu der eigentlichen Geschichte…… weiter lesen

„Der Pfuhl“

Ich habe hier ein Gedicht von Richard Jung. Er ist aufgewachsen in dem Haus von Gertrud Jung. Er war ein Schwager von Gertrud und ist in jungen Jahren ins Bergische gezogen. Von Zeit zu Zeit besuchte er aber immer wieder Lindenberg.

Der Pfuhl wo er von berichtet war hinter dem heutigen Steinmetzbetrieb. Ewald war mein Vater und Walter mein Onkel.

Friedhelm Röcher … weiter lesen

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